Motozont – Auszug Ortschronik Mooskirchen

Durch das Wiederaufleben des Motorrades, nicht nur als Transportmit-
tel sondern auch als Hobbygerät wurde unter den Motorradfahrern im
Raum Mooskirchen der Wunsch laut, einen Verein zu gründen, um die
Anliegen der Motorradfahrer in der Öffentlichkeit besser vertreten zu
können. Im Herbst 1981 haben sich im Cafe Widmoser in Mooskirchen
einige Herren zusammengefunden, um mit den Vorarbeiten zur Vereins-
gründung zu beginnen.
Als Erstes wurde die Zielsetzung des Vereines festgelegt. Im Vordergrund
hat selbstverständlich die Verkehrssicherheit zu stehen. Als weitere Ziele
wurden die Kameradschaftspflege, die Durchführung gemeinsamer
Fahrten und sinnvolle Aktivitäten für die Wintermonate in das Pro-
gramm aufgenommen.
Außerdem mußte der Verein auch einen Namen bekommen. Die Grün-
der einigten sich auf den Namen „Motorradclub Motozont Mooskir-
chen”. Hiezu eine kurze Erklärung: Motozont setzt sich zusammen aus
den Worten Moto(rrad) und (Hori)zont als Symbol für Freiheit, Unab-
hängigkeit und Reiselust. Nachdem der Behördenweg abgeschlossen
war, konnte im März 1982 die Gründungsversammlung durchgeführt
werden. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein 11 Mitglieder und zum
ersten Obmann wurde der Handelsvertreter Johann Bäuchl aus Kniezen-
berg gewählt. ‘
Mit der ersten gemeinsamen Ausfahrt im Mai 1982, die uns nach Buda-
pest und an den Plattensee führte, begann das eigentliche Vereinsleben.
Weitere Ausfahrten im Gründungsjahr führten uns zum Motorradma-
rathon auf den Österreichring und in die nähere und weitere Umgebung.
Im Jänner und Februar 1983 führte der Motorradclub Motozont in Zu-
sammenarbeit mit dem Roten Kreuz Voitsberg einen Erste-Hilfe-Kurs
durch, der auch von der Bevölkerung gut besucht war. 1983 war auch
das Jahr, in dem der Motorradclub Motozont begann, durch die Teil-
nahme an Motorradtreffen in ganz Österreich und dem benachbarten
Ausland den Namen Mooskirchen in Motorradfahrerkreisen bekannt zu
machen. Gleichzeitig wurde in diesem Jahr das erste Mooskirchner Mo-
torradtreffen durchgeführt, an dem etwa 150 Motorradfahrer aus ganz
Österreich teilnahmen. Auch das erste Krampuskränzchen in Mooskir-
chen wurde veranstaltet und hat seither seinen fixen Platz im Veranstal-
tungskalender. –
Im Frühjahr 1984 wirkten Mitglieder des Motorradclubs Motozont an
der“ Gründung der Gemeinschaft österreichischer Motorradclubs
(GOMC) mit. Das zweite Motorradtreffen in Mooskirchen wurde durch-
geführt. Zu dieser Veranstaltung kamen etwa 300 Teilnehmer aus Öster-
reich, sowie aus Deutschland, Holland, Italien und Finnland, woraus zu
ersehen ist, wie schnell es uns gelungen ist, den Ort Mooskirchen auch
unter Motorradfahrern bekannt zu machen.
Unsere Freunde aus Finnland zum Beispiel legten auf ihrer Anreise über
1.700 km auf den Rädern und 600 km mit der Fähre zurück.
Im September 1984 gingen einige Mitglieder des Motorradclubs Moto-
zont auf eine Osterreichrundfahrt über 1.600 km.
1985 wurde das dritte Mooskirchner Motorradtreffen veranstaltet, zu
dem mehr als 300 Motorradfahrer aus 8 europäischen Ländern begrüßt
werden konnten. Auch nahmen 1985 erstmals drei Mitglieder unseres
Vereines an der FIM-Ralley auf dem Nürburgring in Deutschland teil.
Dieses Treffen wird von der Federation International Motorist (FIM)
jährlich in einem anderen europäischen Land veranstaltet und von 6.000
bis 7.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt zum Erfahrungsaustausch
genutzt.
Seit der Gründung des Vereines wurden von den Clubmitgliedern insge-
samt über 400.000 km ohne nennenswerte Zwischenfälle zurückgelegt.
Auch wurde in dieser Zeit einigen Anfängern der Einstieg in das Hobby
Motorradfahren erleichtert, ihnen der Zugang zu einer sicheren Fahrwei-
se und zur Schönheit dieses Hobbys nahegebracht.
Auf unseren Fahrten konnten wir Freundschaften zu Motorradfahrern
in ganz Europa anknüpfen. Innerhalb Österreichs bestehen Kontakte zu
Vereinen in allen Bundesländern.
Für die Zukunft planen wir, durch verschiedene Veranstaltungen das
Ansehen der Motorradfahrer in der Öffentlichkeit weiter zu heben und
noch mehr zur Sicherheit und gegenseitigen Rücksicht im Straßenverkehr
beizutragen.

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